Headhunter - moderne Kopfgeldjäger?

Weder das Internet mit seiner Hochverfügbarkeit von Lebensläufen noch die Künstliche Intelligenz konnte ihnen etwas anhaben: den sagenumwobenen Headhuntern.

Was macht ein Headhunter?

Die Bezeichnung Headhunter weckt Assoziationen zum Wilden Westen. Tot oder lebendig sucht er seine Kandidaten zwar nicht, gewisse Parallelen zu den harten Hunden, die Menschen einfangen, gibt es aber schon. Wobei: Viele Headhunter mögen diesen Namen nicht. Der neutrale Begriff: Personalberater.

Schauen wir kurz hinter die Kulissen, was Personalberater als Kernaufgabe tun:

Spitzenkräfte suchen: Je gehobener die Position, desto weniger funktioniert die Stellenbesetzung über klassische Wege wie eine Stellenanzeige in einer Zeitung, einer Jobbörse oder über eine interne Beförderung. Top-Manager, die für eine bestimmte Position mit spezifischen Zielen und Herausforderungen in Frage kommen, sind rar und sie lesen zumeist keine Stellenanzeigen und schreiben auch keine Bewerbungen (es sei denn, sie hätten gerade ihren Vertrag aufgelöst).

Profile genau abgleichen: Lebensläufe, Qualifikationen, persönliche Eigenschaften und Erfahrungen - alles, was der Headhunter über mögliche Kandidaten herausfindet, wird mit dem Stellenprofil und der Unternehmensstrategie abgeglichen. Dabei schauen Headhunter möglichst genau hin, sie durchleuchten ihre Zielpersonen möglichst genau auf kritische Punkte. Denn der Erfolg der Suche misst sich an der passgenauen Besetzung, bei der er später keine böse Überraschung oder Enttäuschung geben darf.

Kontakt aufnehmen: Das Klischee stimmt noch heute. Gerne rufen Headhunter unter einem Vorwand ihren Kandidaten bei dessen Arbeitsstelle an und prüfen, ob grundsätzliches Interesse besteht. Vielen Firmen gefällt das logischerweise nicht, ein erster Anruf im Unternehmen ist aber erlaubt. Alles weitere wird dann außerhalb der Arbeitszeiten geklärt. Eine Ausnahme bildet die Vorgehensweise der führenden Adressen der Personalberatung, hier kennt man seine Kandidatinnen und Kanditen, und zwar durch eine permanente und intensive Marktbeobachtung, systematische Kontaktpflege und natürlich auch Business Social Media-Netzwerke. 

Unser Tipp: Sagen Sie nicht etwa "Sie als Headhunter", sondern verwenden Sie in der Kommunikation lieber den Begriff Personalberater. Das ist in jedem Fall unverfänglich und rückt den Prozess in ein etwas weniger martialisches Licht. Und vor allem: Seien Sie nicht reserviert, denn Sie werden sehr schnell erkennen, wie valide das vorgestellte Angebot ist. Nicht selten beginnt der weitere berufliche Erfolg mit einem Anruf einer Personalberaterin oder eines Personalberaters. 

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