Kurzprofil der Bewerbung (Executive Summary)

Das Kurzprofil, bei Führungskräften auch Managementprofil oder Executive Summary genannt, fasst gut sichtbar oben im Lebenslauf Ihre wichtigsten Argumente für die neue Stelle zusammen. Gerade weil die Bewerbungsunterlagen von Personalern zunächst recht schnell sondiert werden, ist das Kurzprofil eine gute Möglichkeit, Aufmerksamkeit zu erregen.

Dabei kommt es darauf an, dass Sie die wirkungsvollste Schnittmenge zwischen den Anforderungen aus der Stellenanzeige und Ihrem Erfahrungs- und Leistungsprofil finden. Sie dürfen im Kurzprofil ruhig Argumente nennen, die Sie im Anschreiben ausführlicher aufgreifen. Zu unterscheiden ist das Kurzprofil von der Kurzbewerbung, die manchmal gefordert wird. Eine Kurzbewerbung ist im Prinzip eine normale Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf, enthält darüber hinaus aber keine weiteren Dokumente wie Arbeitszeugnisse oder Referenzen.

Ein Kurzprofil muss besonders sorgfältig erstellt werden

Gemäß der Weisheit, dass einen langen Text derjenige schreibt, der keine Zeit hatte, sich kurz zu fassen, gilt für die Erstellung Ihres Kurzprofils: Widmen Sie dieser Aufgabe höchste Aufmerksamkeit. Ein gutes Kurzprofil nimmt den Leser Ihres Lebenslaufs für Sie ein, noch bevor er Ihre beruflichen Stationen im Detail erfasst hat. Ein wenig aussagekräftiges oder sogar irreführendes Kurzprofil, das nicht an die aktuelle Stelle oder Ihre Zielvorstellung angepasst ist, ist schädlicher, als es ganz wegzulassen.

Was gehört in das Kurzprofil

Um sich überzeugend zu präsentieren, wählen Sie die aussagekräftigsten Fakten aus Ihrer Branchen- und Funktionserfahrung, aus dem Portfolio Ihrer Managementkenntnisse, Ihren bereits erreichten Erfolgen und weiteren Kompetenzen, die Sie besitzen und die für das Zielunternehmen oder einen Personalberater besonders relevant sind.

Die Länge des Kurzprofils ist nicht beliebig

Wie kurz oder lang ein Kurzprofil sein darf, variiert abhängig von der Berufserfahrung und den Anforderungen der neuen Stelle. Drei Aufzählungspunkte sollte es schon enthalten, bei erfahrenen Managern können es bis zu 10 einzelne Punkte sein. Denn die Zielpositionen erfordern meistens sowohl Fachkenntnisse wie auch Methodenkenntnisse sowie spezielle Management-Fähigkeiten. Um die Übersichtlichkeit zu erleichtern, können Sie in einem solchen Fall die Aufzählungspunkte gruppieren.

Besonderheiten herausstellen

Bewerben Sie sich um eine konkrete Stelle, dann müssen Sie zunächst herausarbeiten, worauf es beim neuen Job vor allem ankommt. Schauen Sie in die Stellenanzeige, die zuerst genannten Anforderungen und Aufgaben sind normalerweise die Wichtigsten. Zusätzlich gleichen Sie alle geforderten Kompetenzen in der Stellenbeschreibung mit Ihrem Profil ab. Schauen Sie, ob Sie in einem der Aspekte dem vermuteten Wettbewerb etwas Herausragendes voraus haben, und greifen Sie diesen Punkt auch in Ihrem Kurzprofil auf.

Die Positionierung des Kurzprofils im Lebenslauf

Das Kurzprofil sollte unbedingt oben im Lebenslauf vor der ausführlicheren Auflistung Ihrer beruflichen Stationen stehen. Eine Möglichkeit ist es, die Aufzählungspunkte neben Ihr Bewerbungsfoto zu platzieren und darunter direkt mit Ihrer ausführlichen Berufserfahrung zu beginnen. Ebenso können Sie neben Ihrem Bild zunächst Ihre allgemeinen Daten angeben und für das Kurzprofil die volle Seitenbreite nutzen.

Das Kurzprofil für eine Kurzbewerbung nutzen

Für einen schnellen Erstkontakt ist das Kurzprofil ebenfalls geeignet. Sie können es bei Messen, speziell natürlich bei Jobmessen, mitführen und den Vertretern interessierter Unternehmen aushändigen. In Zeiten der Digitalisierung kann der haptische Eindruck einen relevanten Anker setzen. Vielleicht auch habe Sie Ihr Kurzprofil für zufällige Geschäftskontakte auf Events immer mit dabei, zum Beispiel als DIN-A-5-Klappheftchen.

Wir erstellen das Kurzprofil für Ihren Lebenslauf